Haben Sie Fragen zum
Inhalt des Verfahrens?
Was messen die
Testverfahren?
SCiOPOS:
SCiOPOS erfasst mittels unterschiedlichen Leistungs-
und Persönlichkeitstests Fähigkeiten und Fertigkeiten, Persönlichkeitseigenschaften
und Führungsqualitäten, Arbeitsstile, individuelle Karriere-Treiber und
Interessen, Bedürfnisse, Talente sowie Entwicklungspotenziale vom Mitarbeiter
bis zum Manager. Hierzu gehören unter anderem beispielsweise das allgemeine
Intelligenzniveau, sprachliche Fähigkeiten, Belastbarkeit, Genauigkeit in der
Arbeitsweise, Erklärungs- und Überzeugungsfähigkeit sowie Ehrgeiz, Bedürfnis
nach sozialer Anerkennung, Dienstleistungsorientierung oder der Fähigkeit,
andere zu motivieren.
SecuriTIL:
SecuriTIL erfasst Fähigkeiten und
Persönlichkeitseigenschaften, die besonders wichtig für Berufe im Bereich des
Sicherheitswesens sind. Hierzu gehören unter anderem z.B. Aufmerksamkeit,
Konzentrationsfähigkeit, Reaktionszeit, visuelles Gedächtnis und
Gesichterwiedererkennung sowie Belastbarkeit und Loyalität.
Für welche
Berufsgruppen können die Testverfahren verwendet werden?
Grundsätzlich
kann SCiOPOS bei allen Berufsgruppen eingesetzt werden. Das Verfahren kann
dabei auf unterschiedliche Zielgruppen, Branchen und Unternehmensspezifika
zugeschnitten werden. Weil das Verfahren ebenfalls zur Studien- und Berufswahl
eingesetzt werden kann, sind auch Schüler und Studenten potenzielle
Testkandidaten. SecuiTil eignet sich besonders für Berufe im Sicherheitswesen.
Gibt es SCiOPOS in
verschiedenen Sprachen?
Ja. Die
Testdurchführung kann außer in Deutsch auch in den Sprachen Englisch, Spanisch,
Italienisch, Russisch, Niederländisch, Arabisch und Hebräisch erfolgen. Die
Sprache der Auswertung lässt sich außerdem unabhängig von der Testsprache
einstellen. Somit kann die Testdurchführung beispielsweise in Italienisch und
die Auswertung in Deutsch erfolgen.
Haben Sie Fragen zur
Qualität von SCiOPOS?
Was bedeutet
Normierung?
Eine Normierung führt
dazu, dass einzelne Werte in Verfahren leichter interpretierbar sind. Dadurch
werden die Werte unterschiedlicher Personen vergleichbar und es lässt sich
analysieren, welche Werte als „durchschnittlich“ und welche als zu hoch oder zu
niedrig zu bezeichnen sind. Dabei können auch Alter, erreichter Bildungsabschluss
und Berufsgruppe der Teilnehmer bei der Interpretation der Ergebnisse
berücksichtigt werden. So kann beispielsweise ein bestimmter Testwert (z.B.
Belastbarkeit) in einer Berufsgruppe (Beamter) als durchschnittlich, in einer
anderen jedoch (z.B. Arzt) als zu niedrig gelten, da die Angehörigen dieser
Berufsgruppe normalerweise immer sehr hohe Werte auf dieser Eigenschaft
erzielen.
Ist SCiOPOS normiert?
Ja, die mit SCiOPOS
erhobenen Daten sind normiert. Ein Online-Rücklauf aller Daten trägt zur kontinuierlichen
Aktualisierung dieser Normierungen bei.
Was
bedeutet Objektivität und wie objektiv misst SCiOPOS?
Die Objektivität trifft eine Aussage darüber, wie
unabhängig die Messungen mit dem jeweiligen Verfahren, z.B. vom Verhalten des Testleiters,
ablaufen. Dabei kann sich die Objektivität auf die Durchführung, die
Auswertung sowie die Interpretation einer Testung beziehen. SCiOPOS erreicht
durch die standardisierte Testsituation und –instruktion per PC eine sehr hohe Objektivität. Die automatische Verrechnung der Testwerte und die Nutzung von
Textbausteinen sprechen ebenfalls für eine hohe Objektivität in der Auswertung.
Auch die Interpretation ist sehr objektiv, da sie sich an vorgegebenen Normen
orientiert, die an repräsentativen Stichproben erhoben wurden.
Was
bedeutet Reliabilität und wie reliabel ist SCiOPOS?
Bei der Beurteilung der Reliabilität eines Verfahrens
stellt man sich die Frage, wie genau das Verfahren eigentlich misst. Bei der
Berechnung der Reliabilität greift man auf Korrelationen (also empirische
Zusammenhänge) zurück, welche einen Wert
zwischen –1 und 1 erreichen können. Die Split-Half- Reliabilität von SCiOPOS
(Korrelation zweier Testhälften miteinander) erzielt mit r=.80-.98 in den
kognitiven Tests, sowie r=.70-.88 in den Persönlichkeitsskalen sehr hohe Werte.
Das Verfahren misst also sehr zuverlässig und genau.
Was bedeutet
Validität?
Die
Validität, auch als Gültigkeit oder Güte bezeichnet, gibt an, inwieweit ein
Verfahren das misst, was es auch messen soll. So muss z.B. überprüft werden, ob
ein Intelligenztest wirklich Intelligenz misst und ob ein Persönlichkeitstest
wirklich die Persönlichkeit einer Person beschreiben kann. Untersucht werden
kann dies durch die Korrelation (also des empirischen Zusammenhangs) der mit
einem Verfahren erhobenen Werte mit einem Außenkriterium (z.B. der Beurteilung
durch den Vorgesetzten), die das Konstrukt, das erfasst werden soll, (z.B.
Teamfähigkeit) beschreiben. Der Korrelationskoeffizient r ist ein empirisches
Zusammenhangsmaß, das unabhängig vom Maßstab der in Zusammenhang zu bringenden
Größen x und y (Beispiel: x=Ergebnis in der SCiOPOS-Testung, y=Ergebnis der
Vorgesetzten-Beurteilung) einen Wert zwischen -1 und 1 annimmt. Ein positiver
Korrelationskoeffizient besagt, dass hohe x-Werte häufig mit hohen y-Werten
einhergehen. (Im Beispiel hieße das, dass Personen mit einem guten Ergebnis im SCiOPOS-Test
durch ihre Vorgesetzten ebenfalls gut beurteilt werden.) Ein negativer Korrelationskoeffizient
besagt, dass hohe x-Werte häufig mit niedrigen y-Werten auftreten. Dieser
empirische Zusammenhang kann mehr oder weniger stark ausgeprägt sein. Personalauswahlverfahren
mit einer Validität von r=.50-.60 sind schon als sehr valide einzustufen.
Ist SCiOPOS valide?
Umfassende Validierungsstudien
untermauern den Beitrag von SCiOPOS zur Optimierung der Personalprozesse im
Unternehmen. Dabei erreicht SCiOPOS Validitätswerte von bis zu r=.73.
Wie lässt sich die
Höhe von Korrelationskoeffizienten einordnen?
Bei
einer Korrelation von r=0,1 spricht man von einem schwachen positiven
Zusammenhang. Eine Korrelation von r=0,3 bezeichnet einen mittelstarken
positiven Zusammenhang. Und eine Korrelation von ca. r=0,5 kann als starker
positiver Zusammenhang interpretiert werden. Selbst der Zusammenhang zwischen
Rauchen und Lungenkrebs wird auf eine Korrelation von nur r=0,15 geschätzt.
Dieses Beispiel mag verdeutlichen, welche Bedeutsamkeit ein solcher, doch eher
gering anmutender Zusammenhang haben kann. Personalauswahlverfahren mit einer
Validität von r=.50-.60 sind schon als sehr valide einzustufen.
Was ist eine kritierienbezogene
Validität?
Hier
lässt sich eine Maßzahl für die Validität ermitteln, indem die Testergebnisse
einer Stichprobe mit einem Außenkriterium korreliert werden, das unabhängig
vom Test erhoben wird. Ein Beispiel ist die Errechnung der Korrelation (also
des empirischen Zusammenhangs) zwischen dem SCiOPOS-Testergebnis und der
Beurteilung durch Vorgesetzte.
Was versteht man
unter einer prädiktiven Validität?
Die
prädiktive Validität ist eine Unterkategorie der kriterienbezogenen Validität.
Man ermittelt den Zusammenhang zwischen dem Test (z.B. SCiOPOS) und einem
Kriterium, das erst nach einem gewissen Zeitraum erhoben wird (z.B. das Urteil
des Vorgesetzten sechs Monate nach der Eignungsbeurteilung durch SCiOPOS).
Was ist eine
konkurrente Validität?
Auch
bei der konkurrenten Validität handelt es sich um eine Unterkategorie der
kriterienbezogenen Validität. Hier soll jedoch keine Prognose erstellt werden,
sondern es interessiert lediglich die Feststellung einer Merkmalsausprägung
zum gegenwärtigen Zeitpunkt. So können Testergebnis und Kriterium (z.B.
Leistungen in einem anderen Test) gleichzeitig erhoben und anschließend der
empirische Zusammenhang in Form einer Korrelation berechnet werden. Es spielt also
die Übereinstimmung beider Größen eine Rolle. Die Ergebnisse zweier Tests (z.B.
SCiOPOS und ein Psychometrischer Test), die vorgeben, dasselbe zu messen (z.B.
Eignung für das Studium), sollten also substanziell miteinander korrelieren.
Was versteht man
unter einer multiplen Validität?
Sie ist ebenfalls eine Unterkategorie der kriterienbezogenen
Validität. Hier werden mehrere Kriterien zur Validierung eines Tests
herangezogen, die zu einem einzigen Validitätskoeffizienten verrechnet
werden. Dies hat den Vorteil, dass die einzelnen Kriterien unter Umständen
unterschiedliche Facetten des zu validierenden Tests einbeziehen und sich so
die Validität erhöhen kann.
Welche Vorteile haben
die Testverfahren SCiOPOS und SecuriTIL?
SCiOPOS
lässt sich auf jede Zielgruppe individuell zuschneiden und ist somit in seinem
Einsatzbereich sehr offen. Da SCiOPOS schon vor vielen Jahren entwickelt wurde
und somit eines der ersten computerbasierten Testverfahren ist, zeichnet es
sich vor allem durch langjährige Erfahrungen aus, die zu einer ständigen
Weiterentwicklung des Verfahrens geführt haben. SCiOPOS erfasst zudem sowohl
intellektuelle Fähigkeiten als auch Persönlichkeitseigenschaften. Dabei nutzt
SCiOPOS mehr als 1.000 Items. Besonders hervorzuheben ist ebenfalls die sehr
hohe Validität von SCiOPOS von bis zu .73. Auch die kontinuierlichen
Normierungen zeichnen SCiOPOS aus.
SecuriTIL
ist besonders einzigartig durch seine spezifische Ausrichtung auf Berufe im
Sicherheitswesen und misst speziell diejenigen notwendigen Fähigkeiten, die
angeboren und nur gering erlernbar sind.
Wie sieht der
rechtliche Rahmen bei Testverfahren aus?
· In einem
Bewerbungsverfahren muss dem Bewerber mitgeteilt werden, ob und welche psychologischen
Tests verwendet werden.
· Vom Bewerber muss eine
Einverständniserklärung zur psychologischen Einstellungsuntersuchung vorliegen,
welche schriftlich oder mündlich erfolgen kann.
· In der
psychologischen Einstellungsuntersuchung müssen die Aufgaben so gewählt sein,
dass sie über die für die Tätigkeit erforderlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten
Aufschluss geben. Nicht gestellt werden dürfen darüber hinausgehende Aufgaben
sowie Fragen zu religiösen, politischen oder anderen persönlichen
Einstellungen.
· Im Anschluss an die
Einstellungsuntersuchung muss der Bewerber über die Ergebnisse informiert
werden. Es besteht kein Anrecht auf Einsicht in die einzelnen Testergebnisse.
· Die Ergebnisse der
Einstellungsuntersuchung dürfen nur solange aufbewahrt werden, wie der Zweck
der Untersuchung dies rechtfertigt, in der Regel ca. 14 Tage. Bei eingestellten
Bewerbern kann die Zusammenfassung der Ergebnisse zur Personalakte genommen
werden. Nach § 83 Betriebsverfassungsgesetz hat der Bewerber die Möglichkeit,
hier Einsicht zu nehmen.
· Die Auswahlkriterien
sind mitbestimmungspflichtig, wenn die psychologische Einstellungsuntersuchung
Bestandteil firmeninterner Auswahlrichtlinien ist.
Die
von der HSK-Gruppe durchgeführten Testungen (wie z.B. SCiOPOS) entsprechen
selbstverständlich diesen rechtlichen Vorgaben.
Wie sieht es mit dem
Datenschutz aus?
Der
Datenschutz ist natürlich gewährleistet. Alle Daten werden nach der Testung und
Auswertung in unseren Systemen anonymisiert.
Haben Sie Fragen zur
Anwendung des Verfahrens?
In welcher Form
werden die Testergebnisse präsentiert?
SCiOPOS
bietet die Möglichkeit, die Ergebnisse direkt per PC auszuwerten. Dabei können
verschiedene Optionen genutzt werden. So kann z.B. ein graphisches Profil der
Eigenschaften und Fähigkeiten einer Person und auch der direkte Vergleich
dieser mit einem vorher festgelegten Anforderungsprofil ausgegeben werden.
Zudem kann SCiOPOS interpretierte Beschreibungen der erreichten Werte auf den
Skalen erstellen. Es besteht auch die Möglichkeit einer anschließenden
Präsentation der Ergebnisse und das Führen eines Feedbackgespräches mit den
jeweiligen Testkandidaten durch unsere Mitarbeiter.
Sind nur Testexperten
in der Lage, SCiOPOS richtig anzuwenden?
Es
ist wichtig, vertraut mit der Anwendung von SCiOPOS und der Interpretation der
Testergebnisse zu sein, um eine optimale Nutzung der Ergebnisse zu
gewährleisten. Deshalb bieten wir zum einen an, dass unsere geschulten
Diplom-Psychologen bei Ihnen vor Ort die Tests durchführen und auswerten, zum
anderen ist es aber auch möglich, das Verfahren in Ihrem Unternehmen zu
implementieren. Hierzu dient ein spezielles Implementierungstraining, das Sie in
der Durchführung und Auswertung von sowie im Umgang mit SCiOPOS schult.
Welche Themen werden
im Implementierungstraining behandelt?
Hier
werden Sie zunächst mit dem Testsystem SCiOPOS vertraut gemacht. Hierzu zählen
sowohl die theoretischen Hintergründe als auch die technischen Kenntnisse
bezüglich der Bedienung von SCiOPOS. Anschließend werden Sie in die Auswertung
und Interpretation der Testergebnisse sowie in die darauf folgende
Entscheidungsfindung eingeführt.
Welche
Systemvoraussetzungen benötigt die Software?
Den
Testsystemen SCiOPOS und SecuriTIL genügen minimale Anforderungen an die
Systemvoraussetzungen Ihrer PCs oder Laptops:
Prozessor:
Pentium II
Arbeitsspeicher:
RAM 64 MB
Festplattenspeicher:
200 MB benötigter freier Speicher
Laufwerk:
CD-Rom
Grafikkarte:
VGA 2 MB
Monitor:
15“ SVGA Farbe
Schnittstellen:
1; paralleler Anschluss
Betriebssystem:
Windows 98 / NT / 2000 / XP
Wie reagieren die
Stellenbewerber auf das computerbasierte Auswahlverfahren?
Bei
den Bewerbern erfreut sich SCiOPOS einer erstaunlich hohen Akzeptanz durch die
Objektivität und die Möglichkeit einer zeitnahen und fundierten Rückmeldung.
Welche typischen
Fragen haben die Testteilnehmer?
Erfordert der Test
Computerkenntnisse?
Nein,
es sind keine Computerkenntnisse zur Beantwortung der Fragen notwendig. Vor
Beginn der eigentlichen Testung wird der Testteilnehmer ausführlich in den
Aufbau der Programmführung sowie die Bedienung eingeführt. Zudem durchläuft der
Testkandidat vor jedem Untertest mehrere Beispielaufgaben, um sich auf den
jeweiligen Untertest einstimmen zu können. Eine Feedbackleiste gibt
Rückmeldung, ob die Instruktionen verstanden wurden.
Wie viel Zeit steht
mir für die einzelnen Tests zur Verfügung?
Sowohl
die zur Verfügung stehende Zeit als auch die Anzahl an gestellten Fragen wird den
Testkandidaten nicht mitgeteilt. Sie sollten versuchen, so viele Fragen wie
möglich in kürzester Zeit zu beantworten. Lediglich die Gesamttestungsdauer
wird den Teilnehmern vor der Testung bekannt gegeben.
Kann ich eine Pause
während der Testung machen?
Eine
Pause während eines Untertests zu machen, würde die Ergebnisse verfälschen, da
die Zeit für jeden Test limitiert ist und die Teilnehmer in dieser Zeit
versuchen sollten, so viele Fragen wie möglich zu beantworten. Die Kandidaten können
aber jederzeit zwischen den einzelnen Untertests eine Pause einlegen, sobald
der Bildschirm mit der Uhr erscheint oder Sie sich in den Übungsbeispielen
befinden.
Darf ich einen
Taschenrechner benutzen?
Die Bewerber dürfen
lediglich Papier und Stifte benutzen, um sich Notizen zu machen oder
schriftliche Berechnungen durchzuführen. Die Benutzung eines Taschenrechners
hingegen ist nicht erlaubt.
Ist es besser, die Tastatur
oder die Maus zu benutzen?
Keine
der beiden Alternativen ist gegenüber der anderen vorzuziehen. Die
Testteilnehmer können beide Möglichkeiten während der Beispielfragen ausprobieren
und sich entscheiden, welche von beiden Ihnen besser liegt.
Muss ich jede Frage
beantworten? Was mache ich, wenn ich eine Antwort nicht kenne?
Die
Teilnehmer sollen versuchen, die Antwort auszuwählen, die Ihnen als die
Richtigste erscheint. In den Leistungstests können aber auch Fragen
überspringen werden. In den Persönlichkeitstests müssen allerdings alle zu
bewertenden Aussagen beantwortet werden.
Wie erkenne ich, dass
der Test vorbei ist?
Auf
dem Bildschirm erscheint das Bild einer Uhr mit einer Nachricht, die besagt,
dass der Test nun beendet ist.